20_Mai — 19:00 Uhr

Liser & Taby Pilgrim

Vorverkauf: 10€ (zzgl. VVK-Gebühren)

Abendkasse: tba

Aufgrund der Lockerungen der Covid-19 Regelungen findet das Konzert ohne Einschränkungen statt. Das Tragen einer Maske wird nichtsdestotrotz empfohlen.

LISER & TABY PILGRIM
„JA“ Album + Mockumentary

Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00 Uhr

Support: LILA SOVIA

Liser und Taby Pilgrim haben sich das „JA“-Wort gegeben. Sowohl für ein gemeinsames Album als auch eine daran anschließende Mockumentary. Denn wie sonst, als mit Humor und Satire, könnten sie eine Antwort auf die Frage finden: Wie ist es eigentlich so als Frau im Rap? Mit sieben Songs arbeiten sie ihre persönlichen Erfahrungen im Musikbusiness auf und veröffentlichen mit jedem Track einen Teil ihrer satirischen Mini-Serie. Ohne Absicht auf politischen Content entsteht durch ihre eigene Betroffenheit doch ziemlich viel Gesellschaftskritik und Feminismus: Rants gegen Sexismus, die hiesige Rapszene und cis Männer sind bei der Frage nach ‚Frauen im Rap‘ halt einfach zu erwarten. Die beiden Rapperinnen weisen Internet-Trolle in ihre Schranken, kontextualisieren die Bedeutung von Sexarbeiterinnen für westlichen Wohlstand und schreiben den Sims eine Liebeserklärung. Taby Pilgrims technisch hochwertiger Rapstil in Kombination mit Lisers experimentellen Pop-Einflüssen erschaffen auch musikalisch ein spannendes und abwechslungsreiches Werk: Punchline-Gewitter trifft auf Autotune-Banger, Rap schüttelt Hände mit Pop und sogar Country-Songs. Eine Mischung, die es so im HipHop vermutlich so noch nie gab – dass es diesen Bedarf jedoch gab, beweisen Liser und Taby Pilgrim mit ihrem Album. Die Künstlerinnen lernen sich bei Twitter kennen und vernetzen sich dort für ein gemeinsames Streaming-Konzert. Nicht nur musikalisch, auch humoristisch finden sie sofort einen gemeinsamen Vibe und starten kurz darauf einen Podcast. In „Der Boden ist Laber“ tauschen sie sich nicht nur über Alltag und gefährliches Halbwissen aus, sondern auch über unfertige Songskizzen – aus denen schließlich ihr gemeinsames Album „JA“ entsteht. Aus ihrer Affinität für Multimedialität und Satire entwickeln sie zudem die Idee für ihre Mockumentary. Bei der Umsetzung dieses großen Projekts werden sie von Yannick Brenner und den Cologne Costume Studios unterstützt.

Liser

Die Punk-Queen des Raps lässt Macker erzittern: Liser kreiert feministische Banger und feinfühlige Songs, die mal unter die Haut – oder direkt auf die Fresse gehen. „Meine Musik ist politisch, aber nicht freiwillig“ beschreibt die Kölnerin ihren Output – viel lieber würde sie auf die Aufarbeitung schmerzlicher Themen wie Sexismus, Fatshaming oder Queerfeindlichkeit verzichten können. Ihre persönlichen Erfahrungen machen dies jedoch unmöglich. So widersetzt sich die 24-Jährige jeglichen Konventionen und Erwartungen und erschafft mit ihrer Musik empowernde, wütende und kraftvolle Mantras. Als versierte Battle-Rapperin und experimentelle Musikerin erschafft sie eine spannende Mischung aus treffsicheren Punchlines und innovativen Sounds zwischen HipHop, Punk und elektronischen Spielereien. Nach ihrem 2017 veröffentlichten Debüt-Album „XXX“ folgen zahlreiche Singles sowie die erfolgreiche EP „Scheiss Emanze“. 2020 releast Liser ihren Song „Krank“, mit dem sie ein größeres Publikum erreicht. Im gleichen Jahr baut sie mit ihrem Album „Songs über Jungs“ auf diesen Erfolg auf. Authentisch und humorvoll setzt sie sich mit toxischen Dudes, Sexualität und Beziehungen auseinander. Nachfolgende Singles stimmen wieder ein deutlich aggressiveres Soundbild an, was bereits Vorfreude auf die am 4. März erscheinende „Kapitalistische Party Banger“-EP macht.

Taby Pilgrim

Die Essener Rapperin Taby Pilgrim überzeugt mit ausgefeilten Flow-Techniken und humorvollen Lyrics. Als Tochter einer Pianistin und eines Autors für Kinder-Musicals wächst sie in einer musikalischen Umgebung auf. Schon früh spielt Taby selbst Instrumente und singt in Musicals mit. Als 12-Jährige veröffentlicht sie AlligatoahCover und Medleys auf ihrem YouTube-Kanal und baut sich damit eine eigene Fanbase auf – ihr erster selbst geschriebener Song „Hauptsache Content“ schließt diese Ära jedoch ab und kündigt zeitlich eine neue an: Sie findet Spaß an eigenen Tracks und nutzt die Zeit im Lockdown 2020 für ihr Debüt-Album. Während ihres Master-Studiums für Filmproduktion und Sound-Design in London entsteht „Pilgerreise“, mit dem sie sich in der Rapszene ein großes Gehör verschafft. Mit weiteren Single-Releases wie „Maladapativ“ oder „Alle meine Homies“ unterstreicht Taby ihren einzigartigen Rapstil und ihr Händchen für kluge Lines. Als Synchronsprecherin für Hörspiele und Animes weiß sie außerdem ihren Stimmapparat gekonnt einzusetzen. Damit macht sie auch andere Künstler*innen auf sich aufmerksam: Rapper MC Smook und die Band The toten Crackhuren im Kofferraum holen sie für Features ran und Fatoni und Edgar Wasser nehmen Taby Pilgrim 2021 als Support für die „Delirium-Tour“ mit auf die Bühne. 2022 stehen für die Künstlerin neue Pläne an: Mit erlesenen Features, spannenden Projekten über die Musik hinaus und einem neuen Album wird sie ihren Namen weiter in die Szene brennen.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Initiative Musik & Neustart Kultur